Herr Faustini verreist

Herr Faustini verreist, ein Roman von Wolfgang Hermann

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Herr Faustini lebt allein in einem kleinen Dorf nahe der Schweizer Grenze. Er verbringt viel Zeit in öffentlichen Verkehrsmitteln. Er spürt den „Reststücken herrenloser Zeit“ nach, in einer auf Nutzen und Gewinn ausgerichteten, in Aktienpaketen und Wellnesswochenenden verwandelten Welt.
Er nimmt gerne den längsten und niemals den kürzesten Weg, er sucht nach Freunden, nach Begegnungen. Am liebsten würde er aus jedem Tag ein kleines Abenteuer machen.
Als seine Schwester, die im Süden verheiratet ist, Geburtstag feiert und ihn einlädt, zögert Herr Faustini zunächst lange. Doch dann macht er ich auf eine Reise, die in weit aus seinem gewohnten Leben entführt.
In einer Welt, in der scheinbar alles glatt und reibungslos funktioniert, ist Herr Faustini das Sandkorn im Getriebe. Je mehr er sich bemüht, alles richtig zu machen, desto ungeschickter wird er; der Versuch, seine Gefühle zu zeigen, endet regelmäßig in Tolpatschigkeiten. Und wenn wir uns fragen, warum wir nicht anders können, als dieses schrecklich dünnhäutige Wesen lieb zu haben, so ist die Antwort vermutlich: weil in jedem ovn uns tief drinnen irgenwo ein Herr Faustini atmet.
(Verlagsbeschreibung/vwh/Klappentext)

Deuticke im Paul Zsolnay Verlag
Wien
2006
ISBN 978-3-552-06025-8
140 Seiten

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