Erzählungen

Erzählungen von Pentti Haanpää

Haanpää+Erzählungen

Als Pentti Haanpää Mitte der zwanziger Jahre debütierte, feierte ihn die Kritik als Naturtalent. Man goutierte die Exotik der von Haanpää geschilderten unbürgerlichen Lebensläufe, das Sich-Durchschlagen der Gelegenheitsarbeiter, Landstreicher und Strolchdiebe, Erzählungen von arbeitslosen Wander- und Lungerproleten. Doch sein 1928 erschienener Prosaband Exerzierplatz und Kaserne, aus dem hier die Erzählung Soldatengrüße vorgelegt wird, löste einen der größten Literaturskandale im Lande aus. Mit der realistischen Darstellung des Stumpfsinns und menschunwürdigen Drills der Armee hatte sich das Naturtalent vergriffen. Haanpää hatte die Nation bespuckt, hatte geistigen Selbstmord begannen.
Zu seinen Lebzeiten lange umstritten, gelten die Kurzgeschichten von Haanpää, der innerhalb der finnischen erzählenden Literatur als einer der ersten die Möglichkeiten einer konzentrierten, sich jeder Weitschweifigkeit enthaltenden Form souverän beherrschte, heute als Höhepunkt finnischer Prosa.
Die im vorliegenden Band versammelten Erzählungen bilden einen repräsentativen Querschnitt durch Haanpääs meisterhafter Kurzprosa und vermitteln einen Einblick in seine Themenvielfalt und Stilistik. Sie bilden Auftakt einer zunächst auf drei Bände konzipierten Haanpää-Auswahl im Rahmen der Sammlung Trajekt.
(Verlagsbeschreibung/vwh/Klappentext)

Otava Verlag
Helsinki
1982
ISBN 3-608-95129-6
111 Seiten


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Ich denke oft an Piroschka

Ich denke oft an Piroschka, ein heiterer Roman von Hugo Hartung.

Hartung+Ich-denke-oft-an-Piroschka

Die Reise des jungen Studenten Andreas, vor manchen Jahren, zu ungarischen Gastgebern in einem abseitigen Pußtadorfe, die Fahrt zunächst und seine Begegnung mit der „Rosinenbraut“, der verwirrend anmutigen jungen Dame Greta, die also leider bereits verlobt ist, ihre gemeinsamen Erlebnisse im noch weltstädtisch glanzvollen Budapest und all das, was ihm fernerhin mit Land und Leuten und dann eben mit jenem lieblich-kecken 17jährigen Mädchen mit der Sechserlocke auf der Stirn widerfährt – diese sehr aufregende Idylle verpaßter Gelegenheiten und komischer Verwicklungen wird ebenso humorvoll wie anrührend, ebenso humorvoll wie anrührend, ebenso charmant-verschmitzt wie wehmütig – nachdenklich erzählt. Auch in Film, Theaterstück und Hörspiel gleichermaßen erfolgreich, vermitteln die köstlichen Szenen dieses Buches ein so pralles Leben und den seltsamen Reiz dieses Landes einst, dass man mit verzaubert wird – ganz abgesehen von der Spannung, die siese Liebesgeschichte zu dreien voll jungendlich-herben Zartefühlst ausstrahlt.
(Verlagsbeschreibung/vwh)

Ullstein Verlag
Franfurt/M. – Berlin
1964
158 Seiten


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Palm Desert

Palm Desert – Neal Careys fünfter Fall

Zum Abschluss seiner großartigen Neal-Carey-Reihe schickt Don Winslow seinen literaturbegeisterten Privatdetektiv auf einen Trip durch Nevada. An seiner Seite ein achtzigjähriger Comedian. Über ihm die sengende Sonne. Vor ihm endlose Wüste. Und ihm auf den Fersen ein kurioses Gangsterduo, das Neal und seinen Begleiter den Geiern zum Fraß vorwerfen will.

Don Winslow - Palm Desert

Zum ersten Mal, seit Neal Carey für die »Bank« arbeitet, kommt es ihm nahezu gelegen, dass er einen neuen Auftrag erhält. So kann er wenigstens für eine Weile der Frage entgehen, ob er wirklich Vater werden will. Abgesehen davon ist der Auftrag ein Witz – im fast buchstäblichen Sinne: Neal soll den achtzigjährigen Comedian Natty Silver aus Las Vegas abholen und zurück in sein Seniorendomizil in Palm Desert bringen. Doch Natty entpuppt sich nicht nur als dauerwitzelnde Nervensäge, die die Reise zum Höllentrip macht, er hat außerdem so gar keine Lust, zurückgebracht zu werden. Nach und nach schwant Neal, warum das so ist – kurz bevor er lernen muss, dass man durchaus auch in der Wüste ertrinken kann …
(Verlagsbeschreibung/vwh)

Suhrkamp Verlag
Berlin
2016
ISBN: 978-3-518-46584-4
Broschur, 195 Seiten

Kontrolle. Macht. Tod.

Ein Serienkiller eröffnet sein böses Spiel – wer kann ihn stoppen? Ein Psychothriller um Dominanz und Unterwerfung: „Kontrolle. Macht. Tod.“ von Klaus Schuker / Neu im Fabulus-Verlag

Klaus Schuker - Kontrolle-Macht-Tod

Als Expolizeibeamter weiß Klaus Schuker sehr genau über Ermittlungsmethoden Bescheid – und er kann bestens einschätzen, wann eine Story glaubwürdig ist und wann eben nicht. Die Story seines Psychothrillers „Kontrolle. Macht. Tod.“ jedenfalls ist exzellent recherchiert und sehr realistisch. Dunkel, böse und abgründig. Marion, so heißt das erste Opfer des Serienmörders, der sein „Spiel“ um Kontrolle und Macht eröffnet hat. Dann weckt der einsame Privatdetektiv Molden das Interesse des Killers … Der Thriller für Erwachsene erscheint im Herbst im Fabulus-Verlag.

„Er hatte sie unter Kontrolle. Mehr wollte er nicht. Sie besitzen? Allein der Gedanke daran widerte ihn an. Besitz war stets mit Verpflichtungen verbunden. Er hasste Verpflichtungen. Verpflichtungen waren für Menschen, die Freiheit nicht zu schätzen wussten. Er hingegen liebte seine Freiheit über alles. Daher reichte es ihm völlig, sie zu kontrollieren, sie für einen Zeitraum, den er bestimmte, in seiner Gewalt zu wissen. Diese Mischung aus Macht und Freiheit machte ihn schier glücklich.“

Der Leonard-Cohen-Fan Molden ist ein Mittfünfziger mit genau fünf langweiligen Aufträgen. Doch dann kommt Greta Sommer in sein Leben, und eine neue Klientin, Ruth Bromkamp, beauftragt ihn mit einem anspruchsvollen Fall: Ihr Sohn Jürgen wurde verdächtigt, Marion getötet zu haben. Der Hinweis kam über einen anonymen Anrufer. Der Verdacht gegen Jürgen hatte sich zwar schnell wieder erledigt, doch seine Mutter will, dass Molden herausfindet, wer der anonyme Anrufer war. Na gut, denkt Molden, ist zwar höchst unwahrscheinlich, dass ich den Anrufer herausfinde, aber Ruth Bromkamp weiß das und Geld scheint hier nicht das Problem zu sein. Warum also absagen …

Was Molden nicht weiß: Dieser Auftrag wird ihn in die Nähe des Serienkillers bringen. Eines Killers, der so nett und höflich wirken kann, dass ihm Frauen ohne Zögern vertrauen. Eines Killers, dessen größte Freude es ist, die Angst in den Augen seiner Opfer zu sehen.
(Literaturtest/vwh)

Fabulus-Verlag
Fellbach
2016
ISBN 978-3-944788-31-9
Hardcover mit Lesebändchen und Farbschnitt
380 Seiten

Während die Welt schlief

Während die Welt schlief – Roman von Susan Abulhawa.

Abulhawa+Während-die-Welt-schlief

Jenin im Blumenmonat April: Früh morgens, bevor die Welt um sie herum erwacht, liest Amals Vater ihr aus den Werken der großen Dichter vor. Es sind Momente des Friedens und des Glücks, die Amal ihr Leben lang im Herzen trägt – ein Leben, das im Flüchtlingslager beginnt, nach Amerika führt und dennoch stets geprägt ist vom scheinbar aussichtslosen Konflikt zwischen Israel und Palästina.
Über vier Generationen erzählt Susan Abulhawa eine tief berührende Geschichte über den Verlust der Heimat, eine zerrissene Familie und die immerwährende Hoffnung auf Versöhnung.
(Verlagsbeschreibung/vwh)

RM Buch und Medien Vertrieb GmbH
2015
432 Seiten

Neues und Altes, Gelesenes und Gebrauchtes aus Literatur, Film und Musik